Before the flood – Leonardo diCaprio

The science is clear. The future is not.

Sehr sehens- und empfehlenswert: Before the flood, US-amerikanischer Dokumentarfilm von 2016. Leonardo DiCaprio spricht mit dem damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, mit Bill Clinton, mit Barack Obama, mit John Kerry, aber auch mit Papst Franziskus. Und DiCaprio reist an Orte, an denen die Folgen des Klimawandels längst sichtbar sind. Deutlich werden auch die Hoffnungen, die man 2015/2016 in das Pariser Klimaabkommen setzte – nach welchem aber, wie wir wissen, z.B. der CO2 Ausstoß nur noch größer wurde, weil keine der Selbstverpflichtungen der Nationen bindend war.

„Den Luxus der Zeit haben wir nicht mehr mehr. Unsere natürliche Welt nähert sich schnell einem beispiellosen, irreversiblen und katastrophalen Wandel, der die Zukunft der Menschheit bedroht. Ich möchte nicht, dass der Film Menschen erschreckt oder ihnen Statistiken und Fakten präsentiert, die sie bereits kennen, sondern dass wir uns auf das konzentrieren, was sofort getan werden kann und muss, damit wir unseren Planeten als lebenswertes Zuhause für zukünftige Generationen hinterlassen können. Die Zeit läuft uns nun sehr schnell davon.“

Man kann den Film u.a. auf Netflix ansehen oder bei „Films for action“ (dort kostenlos, Spenden erwünscht). Jede Menge Hintergrundinformationen finden sich auch auf der Webseite zum Film.

„Dies ist unsere letzte Chance, den Klimawandel zu bekämpfen; wir können die Uhren nicht mehr zurückdrehen, aber wir können verhindern, dass es schlimmer wird. Es liegt an uns, ob die nächsten Generationen uns anerkennen oder verfluchen werden.“

Leonardo DiCaprio

Before the Flood ist „ein Weckruf über das drohende Schicksal unseres Planeten, das unvermeidlich wird, wenn wir nicht handeln und die Auswirkungen des Klimawandels reduzieren. Der Film untersucht die Symptome und Lösungen des Klimawandels – Informationen, die von denjenigen verfälscht werden, die ein finanzielles Interesse an der Produktion fossiler Brennstoffe haben. “

Begleitmaterial zum Film, weitere Infos und Fakten gibt es im Dossier zum Film, u.a. zu

  • dem 6. Massenaussterben: der Klimawandel beschleunigt den Artenverlust auf der Erde, so dass bis zum Ende dieses Jahrhunderts jede sechste Art vom Aussterben bedroht sein könnte. Säugetierarten verschwinden 20 bis 100 Mal schneller als früher. Solche katastrophalen Ereignisse sind in der Geschichte des Planeten Erde nur fünfmal aufgetreten – dies ist das erste Mal, dass es von Menschen verursacht wird.
  • CO2 – Ca. zwei Drittel der Verschmutzung, die den Klimawandel vorantreibt, stammt aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe – Kohle, Öl und Erdgas. Dennoch wird eine beispiellose „Desinformationskampagne“ von Big Oil und der Industrie geführt, die von fossilen Brennstoffen profitieren. Sie verbreiten nicht nur Falschinformationen, sondern kaufen auch Mitglieder des Kongresses, wie z.B. James Inhofe: Der Vorsitzende des US-Senatsausschusses für Umwelt und Öffentlichkeitsarbeit, erhielt in seiner Karriere fast 2 Millionen Dollar von der Öl- und Gasindustrie.
  • Methan. Methan ist ein Treibhausgas wie Kohlendioxid (CO2). Die negative Auswirkung auf das Klima von Methan ist jedoch 23-mal höher als die Auswirkung von CO2. Methan verursacht weltweit 10 bis 12% der gesamten vom Menschen verursachten Emissionen, und fast alle dieser Emissionen stammen aus der Rinderproduktion.
  • Palmöl. Palmöl ist für Entwaldung riesigen Ausmaßes und exzessive Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Palmöl ist in schätzungsweise 50% aller verpackten Waren enthalten. 85% des Palmöls werden in Malaysia und Indonesien hergestellt. Die Gewinnung von Palmöl führt zur drohenden Ausrottung von Elefanten, Orang-Utans, Tigern und Nashörnern, die dort heimisch sind.
  • den USA: Es wird geschätzt, dass der Klimawandel bis 2060 die US-Steuerzahler 44 Billionen US-Dollar kosten wird. Das Pentagon sagt: „Climate Change is a national security issue and people need to worry“. Dennoch … siehe oben …

Ab Seite 19 des Dossiers (hier noch mal der Link) finden sich viele Anregungen, was jede/r von uns tun kann, z.B. eine Liste von Organisationen, die man unterstützen und denen man sich anschließen kann.

“Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world; indeed, it’s the only thing that ever has.”

Margaret Mead

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