Warum freitagsplastikfrei?
freitagsplastikfrei.de ist eine Informationsplattform, die sich mit Themen wie Klimaschutz, Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit, Kommunikation und gesellschaftlichen Herausforderungen beschäftigt. Einige Bereiche können redaktionelle Inhalte zum Thema best Casino Deutschland enthalten. Die auf der Website veröffentlichten Informationen dienen ausschließlich informativen Zwecken und stellen keine Aufforderung zur Teilnahme an Glücksspielen oder ein Angebot von Glücksspiel-Dienstleistungen dar.
Warum diese Webseite? Und warum dieser Name: „freitagsplastikfrei“?
Am Anfang stand die Frage – angesichts täglich neuer Nachrichten über die Ressourcenausbeutung, den drohenden Klimakollaps, das Artensterben, über die Vermüllung unseres Planeten – wie es wäre, wenn jede/r das ändern würde, was sich leicht ändern liesse?
Zum Beispiel beim Thema Plastik. Wir wollten Menschen dazu einladen, wenn schon nicht vollständig plastikfrei zu leben – was einfach sehr aufwändig ist – so doch Plastik überall da einzusparen, wo es leicht möglich ist. Und weil Klima und Plastikkonsum eng zusammenhängen (siehe weiter unten) haben wir den Freitag mit im Namen – den Tag, der durch Fridays for Future mit der Klimakrise und dem notwendigen Wandel verbunden ist.
Doch uns wurde schnell klar, dass es nicht reicht, wenn einzelne immer mehr Plastik einsparen und wenn bei uns zuhause immer weniger Müll im „Gelben Sack“ landet – weil insgesamt der Plastikverbrauch weiter steigt und steigt.
Gerade bei uns in Deutschland hat das Recycling die Illusion geschaffen, dass alles in Ordnung ist, so lange wir unseren Müll nur ordentlich trennen – und offenbar hat gerade dadurch der Verpackungsirrsinn immer weiter zugenommen (worauf wir weiter unten noch genauer eingehen werden). Der Overshoot-Day kommt jedes Jahr früher, die Umweltprobleme summieren und verstärken sich gegenseitig.
- Zwischen 1950 und 2015 wurden weltweit 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert – das ist mehr als eine Tonne pro Mensch, der heute auf der Erde lebt. Und: Nicht einmal zehn Prozent des jemals produzierten Kunststoffes sind recycelt worden.
- Geht die Plastikproduktion ungebremst weiter, werden allein Kunststoffe bis 2050 rund 56 Gigatonnen CO2-Emissionen erzeugt haben. 10 bis 13% des verbleibenden CO2-Budgets für das 1,5-Grad-Ziel ginge so auf das Konto von Kunststoffen.
- Von den in Deutschland 2017 angefallenen 5,2 Millionen Tonnen Kunststoffabfällen wurden gerade mal 15,6 Prozent wiederverwertet. Selbst wenn die Quote erhöht werden kann: Wir können nicht länger alles in Plastik einpacken.
Ein aktueller, umfassender Überblick: Der Plastikatlas der Heinrich-Böll-Stiftung und des BUND (als download oder kostenlos hier zu bestellen).
„Tiere einfach mal in Ruhe lassen …“
… und vegan werden?
Manche fragen uns, ob wir zu den Klimathemen auch persönliche Tipps haben, die man selbst umsetzen kann. Die Medien sind inzwischen zwar voll mit entsprechenden Vorschlägen, dennoch haben wir hier nun eine Rubrik „Konkretes“, wo wir Anregungen zusammentragen wollen.
Es gibt viele sinnvolle, positive Veränderungen, die sich leicht umsetzen lassen. Unser Ziel, vegan und überwiegend plastikfrei zu leben, war jedoch zunächst herausfordernd. Selbst wenn man auf all die Fleisch-Ersatz-Produkte (gerne) verzichtet – die meisten Milch-Alternativen gibt es nur in Getränkekartons. Allmählich erweitert sich jedoch das Sortiment, und der Unverpackt-Laden in der Nähe bietet inzwischen auch Tofu und Soja-Joghurt in Pfandgläsern an.
Der Schritt ins vegane Leben ist derzeit vielleicht sogar leichter als sonst, da die Restaurants ohnehin noch geschlossen sind, die meisten Menschen mehr zuhause sind und das Angebot an veganen Produkten immer größer wird.
Klimabedingte Risiken? – Fragen Sie Ihre Versicherung
“Für Versicherungen ist der Klimawandel heute schon Thema – und zwar aus zwei Perspektiven: Zum einen stehen sie für klimaschädliche Investitionen in der Kritik. Zum anderen kosten Naturkatastrophen sie jede Menge Geld”, schreibt. Geldanlagen in Firmen der Fossilen-Energie-Branche können irgendwann zum Verlustbringer werden. Das kann für uns als Kunden Anlass sein, kritisch nachzufragen. Gerade in einer Zeit, in der aufgrund von Corona-bedingten Abstandsregelungen der bisherige Prostet wie bei Demonstrationen nicht möglich ist.
So haben wir unsere Renten- und Lebensversicherung angeschrieben, ob man sich dort der Risiken klimaschädlicher Investitionen bewusst ist und sie verringert. Man kann auch seine Bank oder andere Stellen anschreiben, wo auch immer man investiert hat – z.B. in Geldanlagen-Fonds – und nachfragen, ob man dort die Vorsorge- und Fürsorge-Pflicht einhält und möglichst rasch auf Anlagen umsteigt, die weder Kohle- noch Erdöl-basiert sind. Wir haben in unserem Schreiben darauf hingewiesen, dass mit einem Crash dieser Industriezweige zu rechnen ist und dass wir für unsere Rentenansprüche eine sichere Basis wollen. Anbei findet sich ein Schreiben, das so bzw. so ähnlich verwendet werden kann. Wir haben auf der Seite clientearth die englische Version eines solchen möglichen Anschreibens gefunden und frei übersetzt:
An die
Renten-Versicherung/ Bank etc.
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Rente/Geldanlage … ist klimabedingten finanziellen Risiken ausgesetzt.
Der Klimawandel ist eines der größten Systemrisiken für die Menschheit. Regierungen, Aufsichtsbehörden, Führungskräfte und institutionelle Investoren sind besorgt und ergreifen Maßnahmen, um die Auswirkungen zu verringern. Der Klimawandel birgt erhebliche finanzielle Risiken („Klimarisiko“) für Anlagen in verschiedenen Anlageklassen und Branchen, einschließlich der Anlagen/Rentenversicherung.
Ich bin besorgt über die Auswirkungen des Klimarisikos auf meine Altersvorsorge. Erdöl/Ergas-basierte Anlagen können bald wertlos werden.
Ich hoffe, dass Ihr Anlagemanagement dieses Risiko bereits so vollständig berücksichtigt, wie es geboten und Ihre rechtliche Pflicht ist.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, welche Maßnahmen zurBewältigung des Klimarisikos ergriffen wurden und werden. Dies sollte beinhalten, ob Ihr Anlagemanagement:
1. von seinen Beratern zum Klimarisiko beraten wird;
2. über Investitionsüberzeugungen, -wissen und -strategien in Bezug auf das Klimarisiko verfügt;
3. eine Überprüfung der Klima-Risiko-Kompetenz seiner Berater und Vermögensverwalter durchgeführt hat;
4. das Risiko seiner Anlagen, einschließlich aller von ihm den Mitgliedern angebotenenAusfallfonds, für das Klimarisiko bewertet hat, unter anderem durch Durchführung von Szenarioanalysen;
5. sich Ziele gesetzt hat, um diese Exposition gegenüber dem Klimarisiko zu bewerten und zu steuern;
6. sich in Bezug auf den Klimawandel mit spezifischen Zielen intensiv bei den beteiligten Unternehmen engagiert; und
7. Berichte im Einklang mit den Empfehlungen der Task Force des Financial Stability Board zu klimabezogenen finanziellen Angaben veröffentlicht.
Zum besseren Verständnis Ihrer Antworten auf diese Fragen können Sie mir auch eine Kopie der folgenden Dokumente zusenden:
a. Informationen zur Satzung des Systems, einschließlich (falls zutreffend) seiner Treuhandvertäge und seiner Regeln (in der jeweils gültigen Fassung);
b. den neuesten Jahresbericht und Jahresabschluss des Investmentmanagements;
c. die Erklärung des Fonds zu den Anlagegrundsätzen; und
d. Einzelheiten zu den Fonds, in denen meine Altersvorsorgeeinlagen angelegt sind; und
e. sonstige Anlageoptionen, die Mitgliedern wie mir zur Verfügung stehen.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir innerhalb von 28 Tagen eine Antwort auf meine Fragen geben würden.